Fische fliegen nicht

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Dieses Buch war schon so gut wie fertig. Die Texte lagen ausgedruckt vor mir. Das Recherchieren, Schreiben und Korrigieren hatte ein Ende, und ich sah mich nach langer Zeit schon wieder an meiner verwaisten Staffelei arbeiten. Jetzt musste alles nur noch zum Buchbinder, und das letzte meiner fünf Bücher konnte sich sehen lassen.
Aber, der Pandora gleich, öffnete ich eine Büchse, als ich mich, dem gut gemeinten Rat eines Freundes folgend, noch einmal näher mit der Baubo befassen wollte. Und alles Übel dieser Welt quoll hervor, das wohlgemerkt Zeus und nicht ich, dort verborgen hatte.
Zeus, Theos, der Chefgott des Olymp, jubelte mir das Chaos der Mythen und Kulte unter, das ich bislang nur wohl zensiert als Theologie zu Gesicht bekam.
 
Baubo, die Amme der griechischen Fruchtbarkeitsgöttin Demeter, in ein, zwei ergänzende Sätzen, im Zusammenhang mit der griechischen Skulptur abzuhandeln, das war nun nicht mehr möglich, denn ein übles Schurkenstück war es, was ich da beim Suchen fand, hoch spannend, erkenntnisreich und von großer Bedeutung für meine zukünftige Arbeit.
 
Wer diesen Schleier hebt, soll Wahrheit schauen?
Sei hinter ihm, was will!   Ich heb ihn auf.
Er ruft es mit lauter Stimm.  Ich will sie schauen!
Schauen....
Gellt ihm ein langes Echo spottend nach.
Er spricht es und hat den Schleier aufgedeckt.
Nun, fragt ihr, und was zeigte sich ihm hier?
 
....nun, keiner hat mich besinnungslos vorgefunden, meines Lebens Heiterkeit war nicht dahin geschwunden und ein tiefer Gram riss mich noch nicht zum frühen Grabe, aber bleich saß ich doch manchen Morgen noch am Rechner, weil mich die Isis in das Labyrinth der Göttinnen entführte und mich nicht mehr in Freiheit ziehen ließ.
Historiker bin ich nicht geworden, auch Archäologe nicht und auch kein Mythenforscher. Ich bin geblieben, was ich war, ein Maler, der  mit Leidenschaft verfolgt, was die Forschung entdeckt und der, was er weiß, einfließen lässt in seine Kunst. Dabei bleibt es nicht aus, dass mir manche Einsichten sehr nahe sind, andere mich misstrauisch machen und wieder anderen mein ganzer Zorn und tiefe Verachtung gilt.
Der Umstand, dass seit 6000 Jahren die Menschheitsgeschichte im Wesentlichen von Männern diktiert und aus männlicher Sicht festgehalten wird und die Tatsache, dass mir paranoide Tyrannen, blutrünstige  Mörder und Totschläger schon seit frühester Schulzeit als große Helden, bedeutende Staatsmänner und Menschheitsbeglücker offeriert wurden, ließ mich zwangsläufig nach anderen Wertmaßstäben Ausschau halten, denn der Blick in die Vergangenheit formt auch stets die Sicht auf unsere Gegenwart und Zukunft.
Mir war schon lange klar; Hätte es Moses gegeben, könnte man zweifelsfrei behaupten, dass Moses und Ayatollah Khomeini sich vor allem darin unterscheiden, dass wir von Moses bereits wissen, wie viele  Männer, Frauen und Kinder, auch des eigenen Volkes, er religiös motiviert erschlagen ließ. Und Moses, dem Rassist, wäre bei der Vernichtung ganzer Völker sowie der Einverleibung ihrer Vermögenswerte, Adolf Eichmann eine große Hilfe gewesen. Alexander der Große oder Caracalla mit Adolf Hitlers Waffentechnik und logistischen Voraussetzungen ausgestattet, der Umfang der hinterlassenen Leichenberge hätte seine Entsprechung gefunden.
Richard Löwenherz, der edle Ritter, ließ an einem Tag 2000 Frauen und Kinder abschlachten. Dass er sich dabei mit seinem Schwert Excalibur höchst selbst vergnügt haben könnte, beschädigt dessen Mythos eben so wenig,  wie der Ruf der BMW-Retter und Milliardäre Quandt und deren kaltschnäuzigen Erben im Blut ihrer Zwangsarbeiter ertrinken wird. (Quandt hatte die FLUKTUATION seiner Sklaven mit 80 Exemplaren pro Monat verbucht.)
Die Liste der männlichen Blutvergießer ist unendlich und schier aberwitzig.
 
In 5.600 Jahren Menschheitsgeschichte gab es 14.500 von Männern durchgeführte Kriege mit 3.500.000.000 Toten weltweit. DREIEINHALBMILLIARDEN ! Wenn das kein pathologischer Befund ist.
 
Vor allem Forscherinnen haben bereits entscheidende neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu unserer Geschichte erarbeitet, und ich bin davon überzeugt, dass sie zukünftig weitere Fakten nachweisen und untermauern werden, die uns zumindest eine relativierte Betrachtung der Menschheitsgeschichte vermitteln werden.
Dass die Betrachtung vor allem der Urgeschichte in Bewegung geraten ist, kann man unter anderem daran ablesen, dass männliche Wissenschaftler bereits derart aufgeregt argumentieren, als ob es gälte, die eigene Entmannung zu verhindern. Einige von ihnen, wie z.B. der 1994 verstorbene Australische Philosoph David Stove beanstanden, dass sich der Feminismus an Universitäten unter diversen Rubriken wie Frauenforschung als "Wissenschaft" etablieren konnte. Seiner Meinung nach werde hier keine Wissenschaft, sondern pseudowissenschaftlich verbrämte Ideologie betrieben. Es bestünden Denkverbote und Dogmenlastigkeit.
 
Der Objektivität männlicher Wissenschaften droht Gefahr.
 
Es verblüfft Sie möglicherweise ebenso wie mich, dass z.B. die auf streng wissenschaftliche Arbeitsweise bedachten Archäologen sich schon mit den Grabbeigaben zufrieden gaben, um eine Geschlechterbestimmung vorzunehmen. Lagen Jagdutensilien im Grab, handelte es sich logischer Weise ....... um einen Mann. Mann konnte also getrost auf weitere Untersuchungen verzichten. Bei näherer Betrachtung allerdings (anthropologische Untersuchung)  stellte sich hier und da nachträglich heraus, dass es sich um die Überreste einer Jägerin handelte. Eine nicht unerhebliche Erkenntnis bei der Beurteilung der menschlichen Urgeschichte.
Der deutsche Kriminologe und Universitätsprofessor Michael Bock weist die Existenz einer feministischen Wissenschaft dennoch gänzlich zurück: Es gibt Feminismus und es gibt Wissenschaft, aber keine feministische Wissenschaft.
 
Richtig......und im Übrigen ist die Erde eine Scheibe!
 
6ooo Jahre männlicher Größenwahn, aus männlicher Sicht „objektiv“ dokumentiert und analysiert.
Das reicht!
 
Natürlich mache ich mir von Zeit zu Zeit auch mal Gedanken, ob bei dieser Sichtweise mit mir alles ok ist, denn ich bin ein Mann und es gibt Momente da empfinden das meine Freundin und ich ganz besonders, aber in meiner Sozialisation gab es eine Besonderheit.
In meiner Straße gab es nur Mädchen. Die ersten sieben Lebensjahre bin ich so ausschließlich mit Mädchen aufgewachsen. Die Distanz zum Verhalten des eigenen Geschlechts war so abgrundtief, dass ich von den Jungs in der Grundschule  als Mädelsschmecker diffamiert wurde. Ins Hochdeutsche übersetzt und auf Erwachsene bezogen entspräche das heute einem Frauenversteher. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich eine echte Chance, in deren Cliquen aufgenommen zu werden. Ignorantes, intolerantes Verhalten, verbunden mit einer brutalen Durchsetzungsenergie war schon im Kindesalter eine ganz ausgeprägte Eigenschaft der MitschülEr. Die Mechanismen, die unserer Geschichte, der Religion und der aktuellen Politik zu Grunde liegen, durchschaute ich später deshalb so gut, weil ich sie in all ihren Facetten bereits vom Schulhof unseres Dorfes kannte. Männerbünde sind mir immer ein Gräuel  geblieben und ich habe es bis zum heutigen Tag nicht verstanden, warum Männer einzeln oft ganz passabel sein können, in Gruppen aber stets zu lauten und vulgären Proleten mutieren. Und das völlig losgelöst von sozialem Status und Nationalität.
Aber um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen:
Eine Frau, die durch Vermännlichung ihrer Verhaltensstrukturen sich zu emanzipieren glaubt, ist mir ebenso zuwider. Männliche Strukturen haben wir nun wirklich genug. Meine Abneigung ist aber noch steigerungsfähig, wenn diese Frau, zur Durchsetzung ihrer Ziele, punktuell das Weibchen spielt.
Meine Freunde, die weiblichen und die männlichen, waren und sind, jeder auf seine Weise, immer Einzelgänger. Keine Ausgestoßenen, aber Menschen mit Ecken und Kanten, deren weitgehend bewusst, sie in keine vorgefertigte Schublade passen und ihrerseits die Eigenarten der Mitmenschen, wenn auch nicht immer verstehen, doch zumindest tolerieren.
Vor diesem Hintergrund, lässt es sich besser verstehen, warum mir die Belege für die Existenz eines matriarchalen Lebenskonzeptes eine Genugtuung sind. Immer in der Hoffnung, die Menschheit möge es noch rechtzeitig erkennen, dass das männlich dominierte Konzept einem gigantischen Suizidprogramm entspricht.
 
Wo Alternativen belegbar sind, da erschüttert es die Ausschließlichkeit eines einzigen unumstößlichen Weges.
 
Auf Grund meiner Biografie hatte ich eigentlich lebenslang auch eine kritische Haltung gegenüber religiösen Ideologien. Was mir in der Kindheit widerfahren ist, war der Versuch einer katholischen Gehirnwäsche. Meine naturgegebene Selbstwahrnehmung zu zerstören, um sie durch ein religiöses Prinzip zu ersetzen, ist Dank  meines protestantischen und im Ansatz rebellischen Vaters in letzter Konsequenz misslungen.
Dass die Macht der drei monotheistischen Weltreligionen den gesellschaftlichen Grundkonsens so weitgehend durchdrungen hat, dass selbst „gottlose“ Gesellschaftssysteme nach deren Prinzip funktionieren, ist nicht zu übersehen. Aber erst die Recherchen zu diesem Artikel ließen mich in aller Deutlichkeit erkennen, wie unumkehrbar deren Einfluss zu sein scheint und wie notwendig gerade deshalb der tägliche Widerspruch ist.
Wenn ich zitiere, die Hoffnung stirbt zuletzt, dann betone ich ausdrücklich, dass ich eine andere hege, als Benedikt der XVI. und dass ich auf irdischer Erfüllung bestehe.
Beim Sammeln neuer Erkenntnisse fügten sich längst vertraute Puzzleteile nun endlich zu einem großen Ganzen. Vieles, was ich bis heute in meiner Kunst intuitiv umgesetzt habe, findet im Nachhinein seine Bestätigung in unserer Geschichte. Ich vertrat schon immer die Ansicht, dass die Menschheit mit einer mutterrechtlichen Phase begann. Meine prähistorischen Informationen hatte ich z.T. aus DDR Büchern, die diesen Ansatz sicher auch aus ideologischen Gründen betonten. Aber nun begann ich zu begreifen, dass es schon weit mehr Erkenntnisse und Belege dies bezüglich gab.
Seit Johann Jakob Bachofen 1861 sein Buch über das Mutterrecht und die matriarchalischen Gesellschaftsstrukturen der vorklassischen Kulturen veröffentlichte, haben sich immer mehr Wissenschaftler mit diesem Thema befasst. Zunächst tummelten sich natürlich, wie es zu jener Zeit noch üblich war, Männer um dieses Thema. L.Morgan, Marx, Engels, Bebel, B.Malinowski, W.Schmidt, Reich, Freud, Fromm, A.Evans, R.Briffault, J.Mellaart.
Um 1930 schrieb Sir Galahad unter dem Titel Mütter und Amazonen die erste universale weibliche Kulturgeschichte. Bertha Eckstein-Diener, wie er tatsächlich hieß, war eine der ersten Frauen die sich mit der Grundlagenforschung zu diesem Thema befasste.
Marija Gimbutas (1921–94) soll das bisher vollständigste Werk zur matriarchalen Kultur im Bezug auf Religion, Rituale und Bräuche, Sozialstruktur, Ackerbauwirtschaft und Kunst im europäischen und vorderasiatischen Raum veröffentlicht haben.
Und immer wieder stieß ich bei meinen Nachforschungen auf Heide Göttner-Abendroth, die der modernen Matriarchatsforschung eine wissenschaftliche Grundlage gegeben haben soll. Für diese Arbeit wurde sie 2005 sogar für den Friedensnobelpreis nominiert.
Die mutterrechtliche Urgeschichte der Menschheit ist heute nicht mehr zu leugnen. Wie sie sich allerdings genau entwickelte, warum und in welchem Zeitraum sie durch eine patriarchische Gesellschaft abgelöst wurde, darüber wird noch heftig gestritten.
Die Kult(ur)geschichte hatte ich immer in epochalen Blöcken wahrgenommen, statt sie, einem lebenden Organismus vergleichbar, wie ein von fließenden Übergängen geprägtes Ganzes zu betrachten. Ohne diesen gravierenden Fehler wäre mir sicher sehr viel eher aufgefallen, dass bei mir, zwischen dem Urmenschen und den Ägyptern, eine relative  Informationswüste klaffte. Heute habe ich den Verdacht, dass auch kein ausgeprägtes gesellschaftliches Interesse besteht, die vorbiblische Menschheitsgeschichte ausführlicher zu beleuchten.
Sowohl die Konflikte im Nahen Osten, als auch die im ehelichen Haushalt müssten, bei ausgiebiger Information, einer neuen Bewertung unterzogen werden, und wer will das schon.
Dass im alten Ägypten Frauen als Göttin, Priesterin, Herrscherin und, wie ich inzwischen weiß, auch als Medizinerin zu Ehren kommen konnten, war für mich spektakulär, wie in einer separaten Vitrine für Exotik zur Schau gestellt. Unsere weltliche und religiöse Geschichte schien mir, wenn ich es in ein Bild fassen sollte, wie eine große, breite, alles beherrschende Straße angelegt, die aus der Zeit Abrahams ohne jede Umschweife durch das Alte Testament ins Neue Testament, flankiert vom Koran, direkt zu uns führte. Griechische und römische Götter kamen mir wie eine verworren gesponnene Märchen- und Sagenwelt für Erwachsene vor, mit der man früher an humanistischen Gymnasien die Schüler quälte.
Dass es lange vor dem alten und neuen Testament eine große matriarchalische bzw. matrizentrierte Urmystik gab, war mir in der Deutlichkeit bis zu diesen Recherchen nicht bewusst.
Dass sich in den Religionen der Menschheit die jeweils bestehenden Gesellschaftsstrukturen widerspiegeln, das war nicht neu für mich, aber die Inhalte der urgeschichtlichen Mythen waren es.

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In diesen Mythen, die in allen urgeschichtlichen Kulturen zu finden sind, war das Göttliche zunächst WEIBLICH. Es ist anzunehmen, dass es in Mesopotamien und in Europa zunächst gar keine männlichen Götter gab. Vieles deutet auf einen menschlichen Urkult der großen Göttin, der großen Mutter.
Es wurden vielfach Frauenfiguren mit deutlich betonten primären und sekundären Geschlechtsmerkmalen gefunden, wie z. B. die „Venus von Willendorf". Diese ersten Plastiken und entsprechende Höhlenmalereien, die auf einen kultischen Hintergrund hinweisen, wurden in Frankreich, in Italien, in Afrika, in Spanien, in Australien, in Jugoslawien, in Mexiko, in der Schweiz, in Russland, im Mittleren Osten, in Griechenland und in Asien gefunden und jährlich tauchen mehr Höhlen mit entsprechenden Funden auf.
Eine nackte Göttin, die ihre Brüste hält, um Milch zu spenden, ist die älteste bildliche Darstellung der Göttin in Mesopotamien.

Sie war Ausdruck der Fruchtbarkeit von Mutter Natur, dem Ursprung des Lebens.
Die zahlreichen Fruchtbarkeitsgöttinnen der Sumerer verschmolzen zur großen Himmelsherrin Inanna oder Innin und  die wurde mit der Zeit die Göttin der Liebe und der Fruchtbarkeit.                                                                                                               Als Ishtar und Astarte herrschte sie später in Babylon und Assyrien als oberste Göttin. Ihre Popularität war universell im gesamten antiken Orient.

Selbst König Salomo soll sie verehrt haben und ließ ihr im Osten Jerusalems eine Kultstätte bauen.                                                                                                                         Auch in phönizischen Mythen findet man Inanna als Astart oder Anat und Züge ihres Wesens spiegeln sich auch in Aphrodite. Inanna ist die machtvolle Liebesgöttin des Vorderen Orients. Als Himmelsgöttin ist Inanna für das Gedeihen der Vegetation ebenso verantwortlich wie für den Ackerbau, die Viehzucht und nicht zuletzt die Fortpflanzung des Menschen. Sie lässt das Korn sprießen, die Herden gedeihen und das Kind im Mutterleib wachsen.

Zugleich ist sie aber quasi als Urbild der Mutter Erde auch die unersättliche, begehrenswerte, die in immer neuer Liebe erglühende, unabhängige und nicht zu bindende Liebhaberin. Als Göttin der Liebe steht sie auch für unbändige Begierde und Leidenschaft.                      Dieser Urkult, der weltweit in unterschiedlichen Formen ausgeübt wurde, lebt in einigen Kulturen, z.B. im Hinduismus, immer noch.
Die alten Göttinnen stehen in der Regel alle im Zusammenhang mit Weltschöpfungsmythen, denn das weibliche Prinzip wird mit der Geburt, also auch mit der Geburt des Kosmos, assoziiert.
 
Die „große Mutter“  war also die Schöpferin. Sie stand für Fruchtbarkeit, Leben, Liebe, Eros und Licht. Darüber hinaus  hatte sie meist einen Mondbezug und war sowohl für den Tod als auch für die Wiedergeburt verantwortlich.
Ihre Namen waren  Artemis, Astarte, Dione, Melusine, Aphrodite, Cerridwen, Diana, Arianrhod, Brigit, Isis, Ishtar, Aradia, Cybele, Kore, Levanah, Luna, Mari, Anna, Selene, Demeter und Belisama und viele andere.
Dieser Urmythos in seinen verschiedenen Ausprägungen wurde von den Männern  allmählich unterlaufen und ausgehöhlt, manchmal fast unmerklich, aber zeitweilig auch in unsagbar brutalen Attacken auf die schamloseste Weise annektiert und zwangsassimiliert.
Diese schleichende Kulturrevolution zog sich im Grunde noch über einen Zeitraum von ca. 3500 Jahren hin, obwohl der grundlegende Bruch, also der Untergang des Matriarchats und die patriarchische Machtübernahme, schon etwa 6000 Jahre zurückliegt.
Wenn sich der Mensch über 200 000 Jahre ohne Krieg und ohne Mord und Totschlag entwickeln konnte und wenn die Menschheit vom Beginn ihrer Bewusstwerdung vor ca. 35ooo Jahren bis zum Beginn dörflicher und städtischer Zivilisationen vor ca. 6000 Jahren in einer mutterrechtlichen Sozialstruktur mit einem Mutter- bzw. Fruchtbarkeitskult gelebt hat, dann müssen wir uns fragen, was da geschehen ist, dass der Mann diese zerstörerische Dominanz entwickelt konnte, an der die Menschheit möglicherweise zu Grunde gehen wird. 
Eine der plausibelsten Erklärungen, für die scheinbar kurzfristige Ablösung der mutterrechtlichen Struktur durch eine vaterrechtliche scheint mir James DeMeo  mit seiner Saharasia  These zu liefern. Darin geht er von einer wüstenbildenden Klimaveränderung vor ca. 6000 Jahren aus. Für Menschengruppen, die inzwischen weitgehend vom Ackerbau lebten, eine Katastrophe mit verheerenden Ausmaßen. Menschen, die hungern werden unberechenbar, wenn sie um das Überleben kämpfen. Der Mythos von Kain, der seinen Bruder Abel erschlägt, weil Gott dessen Opfer annimmt, Abel also eine gute Ernte beschert, während dem fleißigen Kain der Acker verdorrt, das könnte ein Hinweis auf eine solche Katastrophe sein.
Bei großen gesellschaftlichen Umwälzungen gibt es aber meist einen Kanon von Ursachen. Eine weitere Ursache könnte im Beginn der Viehzucht begründet sein. Durch klimatisch bedingte Missernten hat die Viehzucht als zusätzliche Nahrungsquelle sicher an Bedeutung zugenommen. Der Hirte, der z.B. genügsame Schafe domestizierte, der hatte mehr Vieh, als er mit seiner Familie verzehren und verarbeiten konnte. Durch den Verkauf des Überschusses konnte ein Mensch zum ersten Mal erhebliche Gewinne machen. Der Mann konnte im Mutterrecht aber weder autonom über dieses Kapital verfügen, noch konnte er es an seinen Sohn vererben. Um das bisschen Haus- und Landwirtschaftsgerät, das die Mütter bis dahin  besitzen und vererben konnten, gab es keinen Streit, aber nun war er da.
Und wer kennt es nicht, wie viel kriminelle Energie freigesetzt werden kann, wenn es ums Erben geht.
Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles!
Dass durch die Viehzucht der Zusammenhang zwischen Zeugung und Schwangerschaft erkannt wurde, also die Teilhabe des Mannes am Fortpflanzungsprozess die Bedeutung der Mutterschaft relativierte, war sicher ein weiterer Grund, warum die Position der Frau durch den Mann in Frage gestellt wurde.
Als z.B. die Geschichte vom Stammvater Abraham aufgeschrieben wurde, da war dieser Veränderungsprozess bereits zwei bis zweieinhalbtausend Jahre im Gange. Die ersten Völkermorde und Raubzüge waren schon heldenhaft vollbracht und die Frau war bereits im Besitz des Mannes. Um Informationen über die Ursache dieses Wandels zu erfahren, ist die  Bibel also keine brauchbare Quelle mehr, aber dass dieser Prozess noch lange nicht abgeschlossen war, dafür findet man zahllose Hinweise im Alten wie im Neuen Testament.
Historische Texte lassen sich zuverlässiger interpretieren, wenn man sie an manchen Stellen in der Weise liest, wie man eine anamorphotische Darstellung betrachtet. Bei diesen Bildern braucht man einen die Wirklichkeit verändernden Spiegel um die verzogene Abbildung spiegelbildlich derart zu entzerren, dass uns der Blick auf die vom Maler festgehaltene Wirklichkeit erst möglich wird.
Wenn mir im Alten Testament bei dem Begriff Hirte die fetten, friedlich grasenden Schafe auf dem Elbdeich einfallen, dann habe ich ein falsches Bild von Abrahams Herden. Ich muss alle Informationen aus jener Zeit als Lesespiegel benutzen. Wenn ich mit einbeziehe, dass es dort Dornenbüsche gab, die sich in der Sonnenhitze von alleine entzünden konnten, dann kann ich mir denken, dass die Viecher nicht von fettem, grünen Gras satt und rund wie unsere Deichschafe waren. Und wenn ich weiter bedenke, dass es jederzeit zu Begegnungen mit Löwen und anderen Raubtieren kommen konnte, dann erkenne ich, dass der Beruf des Hirten damals eher etwas mit einem Wachsoldaten im Fronteinsatz denn mit einem grashalmkauenden Träumer in einer malerischen Landschaft zu tun hatte. Hirten waren harte Burschen.
Abraham, ein Hirte, von Juden, Moslems und Christen gleichermaßen als so genannter Stammvater ausgewiesen, der in der Lage war, einen Stall voll Kinder und mehrere Frauen zu ernähren und dem, außer Gott, niemand etwas zu sagen hatte, war ganz offensichtlich wohlhabend. Wie wohlhabend sein Stamm gewesen sein muss und wie sehr den Männern die Regelung der Erbfolge am Herzen lag, wird daran deutlich, dass sie sich offensichtlich Schriftgelehrte leisten konnten, nur um seitenlange Protokolle darüber anfertigen zu lassen, welcher Sohn und welcher Enkel von welchem Vater in welcher Reihenfolge gezeugt und beerbt wurde. Solche Dinge müssen nur notiert, vertraglich oder gesetzlich geregelt werden, wenn sie nicht selbstverständlich sind, angezweifelt oder gar attackiert werden. Die gesamte Stammesgeschichte des Alten Testamentes ist ein Beleg dafür, dass den Menschen jener Tage gebetsmühlenartig etwas eingehämmert werden sollte, was für sie neu, ungewohnt oder sogar zuwider war, nämlich der Umstand, dass ein Mann der Familie vorstand und dass dieser Vorstand alles besaß einschließlich Frau und Sklavinnen und dass er autonom entscheiden konnte, welchem Sohn welcher Anteil seines Vermögens zukam.
Wäre dies alles von Anbeginn der Menschheit selbstverständlich gewesen, wäre es in der Bibel  ebenso unerwähnt geblieben wie die Wahrscheinlichkeit, dass Abraham den ganzen Tag damit verbrachte ein- und auszuatmen.
Dass Abrahams Frau SARA auf  Zickenformat gestutzt wird, die ihm trotz göttlicher Anweisung den Beischlaf verweigert und ihn statt dessen zu einer Sklavin schickt, im Angesicht der lebendigen Konsequenzen dann doch Begattung  einfordert, um nach der Geburt des eigenen Sohnes Abraham zu nötigen, die Söhne von der Sklavin in die Wüste zu schicken, das ist nüchtern kalkulierte Propaganda. Die keifende Alte und die alles schweigend erduldende Sklavin. Da vernimmt man auch heute noch und wieder Männerseufzer: Ach ja, dem ging es schon damals wie mir, aber er hatte wenigstens eine Alternative für die Nacht.
Die treue Sklavin, die devote Frau, die aufopfernde Mutter wird den widersprechenden Frauen in allen maskulinen Mythologien ganz subtil als Vorbild offeriert. Und siehe da, nach anfänglichen Schwierigkeiten, beginnt die Gehirnwäsche zu greifen. Über dreitausend Jahre funktioniert es perfekt. Erst die französische Revolution, das napoleonische Schlachtfest und zwei paranoide Weltgemetzel bringen Sand ins Getriebe. Diese Ereignisse haben den Widerspruchsgeist der Frauen reaktiviert.
Abrahams und SARAS biblische Episode macht zweierlei deutlich:
Wäre die männerrechtliche Ordnung seit 3oo ooo Jahren ein Naturgesetz, dann wäre SARAs Widerspruch und die Verweigerung kaum vorstellbar. Welche Katze wünscht es sich, zu bellen?
Wenn die mutterrechtliche Ordnung vor ca. 6000 Jahren durch die  Männer eine Veränderung widerfuhr, dann ging das nicht von heut auf morgen, denn sonst wäre es nicht nötig gewesen, ganze 2000 Jahre danach ein solches Mammutwerk wie das Alte Testament zu verfassen, nur um der Rebellinnen endlich Herr zu werden.
Die biblischen Geschichten und Biografien sind weitgehend fiktiv. Ihr Wahrheitsgehalt entspricht jenen, die nur in den Wartezimmern gelesen, nie gekauft und nur der beigefügten Rezepte und Gesundheitstipps wegen, aufbewahrt werden. Real oder nicht, die Texte sind in allen Fällen absolut mit Kalkül geschrieben. An den Bibeltexten wurde 1200 Jahre lang gefeilt und geschliffen. Da steht nichts, was ein Dilettant übellaunig nebenbei notiert haben könnte, jedes Wort ist bewusst gesetzt. Die Angaben zur Autorenanzahl schwanken zwischen 40 und 2500. In jedem Fall waren Redaktionskonferenzen eher die Ausnahme, und die Endredaktion steht noch aus.
Aber nicht nur die Bibel ist eine Sagensammlung, die sich die Männer schulterklopfend weiter erzählten. Fast alle schriftlich fixierten Mythologien sind maskulin durchdrungen und hatten nur zwei, aber recht erfolgreiche Ziele. Die männliche Überlegenheit sollte dokumentiert und manifestiert werden und das weibliche Geschlecht sollte nachhaltig als naiv, unwissend, neugierig, intrigant, häufig folgenschwer verführerisch, diffamiert werden.
Ganz gleich wie tumb oder wie intelligent ein Text seine Informationen auch auf den Weg schickt, er kann immer auch in der Weise gelesen werden, wie man Stereogramme betrachtet. Religiöse und historische Texte transportieren, ohne explizit schriftliche Fixierung, unendlich viele Informationen über Autoren, Zeitpunkt, Zeitgeist, Lebensbedingungen usw.

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Israel ist, in den Tagen unserer beginnenden Zeitrechnung, von den Römern besetzt. Die jüdische Priesterschaft unterwirft sich der Besatzung um ihrerseits die Macht über das eigene Volk nicht einzubüßen. Oppositionelle, die eine solche Koexistenz gefährden, werden an die Machthaber ausgeliefert. Eine dieser Konkurrenzgruppen wird als Jesus und seine Apostel beschrieben. Jesus wird ausgeliefert und hingerichtet. Die Apostel werden verfolgt und zum Teil ebenfalls hingerichtet.
Ganz gleich was an dieser Geschichte Fiktion und was Wahrheit ist, eine Information verrät sie uns zuverlässig: Es handelt sich um einen Machtkampf unter Männern.
Es taucht nur eine Aktivistin in dieser Männerriege auf, Maria Magdalena, deren Bedeutung nachträglich aus der Geschichte getilgt wird. Natürlich von Männern. Auf die andere Maria, die Mutter des Jesus, werde ich später noch zu sprechen kommen.
Dass die Bibel historisch höchst unzuverlässig ist, wird nur noch von Fundamentalisten  bestritten. Dass für die christlichen Rituale und Festtage durch die katholische Kirche punktuell so genannte heidnische Phänomene aufgenommen und umgedeutet wurden, war mir bekannt. Dass aber die gesamte jüdische, christliche und moslemische Glaubenslehre buchstäblich von Anfang bis Ende aus geraubten und verfälschten Versatzstücken, vor allem matriarchalischer Mythologien, zusammensetzt ist, das war mir nicht klar.
Es dürfte sich dabei um den größten taktischen Geniestreich der Menschheitsgeschichte handeln.
Wer es wagt, in die Welt der Mythen, der Göttinnen und Götter einzutauchen, dem schwirrt irgendwann der Kopf. Es gibt zwar übereinstimmende tragende Elemente, aber jedes Nomadenvolk, jeder Stadtstaat pflegte andere Glaubensvarianten. Oft haben dieselben Geistwesen verschiedene Namen oder ähnliche Namen aber andere Funktionen. Die Verwandtschaftsverhältnisse sind  derart verworren und es geht bei Göttinnen und Göttern zu wie bei Hempels unterm Sofa.
Nachdem ich, trotz größter Mühe, dieses Götterchaos nicht durchschaute, keimte in mir unwillkürlich der Wunsch, im Olymp und all den anderen Himmeln mal ordentlich aufzuräumen, dieses Wirrwarr ein wenig zu verschlanken, einige Doppelbesetzungen freizusetzen und alles mal sauber aufzuschreiben. Reformieren nennt man das heute.
Ja, so etwas in der Art haben sich die in den Startlöchern stehenden Herrscher, Priester und Schriftgelehrten damals wohl auch gedacht und bei der Gelegenheit konnten und wollten sie dann auch gleich mal systematisch die Erinnerungen an die feminine Götterwelt und damit auch an die mutterrechtlichen Sozialstrukturen wegreformieren. Wo im störrischen Volk alte Traditionen  nicht auszumerzen waren, wurden sie in den Grundzügen aufgenommen, aber nicht ohne sie skrupellos umzudichten und zu verfälschen.
Damit blieb ihnen Echnatons Niederlage bei der Installierung eines monotheistischen  Kultes erspart.
Da sie ihre Religion aus einem Konglomerat von Mythen und Erzählungen der damals bekannten Welt  zusammenschusterten, fanden die Menschen alle etwas von dem wieder, was sie bereits kannten, so war die Annahmebereitschaft flächendeckender als bei jedem anderen Kult.
Ein großer, aber zweifelhafter Erfolg dieser Weltreligion, denn was da in der Bibel und im Koran zu lesen ist, das ist belegbar alles geraubtes und diffamiertes geistiges Eigentum meist einer friedlichen, feminin geprägten Urkultur. (Knochenfunde belegen Verletzungen durch Gewalttaten erst mit Beginn patriarchaler Strukturen.)
 
Es würde zu weit gehen, wenn ich alles kommentieren wollte, was ich in den vergangenen Wochen beim Lesen entdeckt habe. Einiges davon hat mich schier sprachlos gemacht, anderes erfüllt mich einfach mit Wut. Um den Umfang dieser systematischen Zerstörung der weiblichen Identität, den Ideenraub, die sechtausendjährige Manipulation und den bis zum heutigen Tag andauernden Betrug durch die Rabbis, Priester und Mullahs  dieser Welt zumindest ansatzweise nachvollziehbar zu machen, gehe ich auf zwei Beispiele etwas näher ein.
Eva und der Verlust des Paradieses steht für den Beginn der Menschheit und steht für den Beginn des Identitätsraubes.
Das Paradies wird schon in einer sumerischen Mythologie als Ort des ewigen Lebens geschildert, an dem kein Löwe tötet und kein Wolf ein Schaf reißt. Kein Mensch jammert dort, er sei krank oder alt. (Eventuell Bahrain)
Hawa / Heba / Hebe, später Eva oder Eve war ursprünglich  die Mutter allen Lebens, die Erdgöttin von Jerusalem. Sie herrschte in ihrem Obstgarten-Paradies. Alles Leben brachte sie mit der phallischen Schlange hervor, wie die ältesten Göttinnen des einfachen Matriarchats. Die Schlange galt auch als Symbol der Wiedergeburt, weil sie nach der Häutung scheinbar zu neuem Leben wiedererwacht.
Später hatte Eva auch einen Partner, er hieß Abdi-heba (Abdi (Knecht) Hepa (Eva) - Adam der Eva)
Sie heiratete ihn jährlich, nachdem sie ihm die Liebes- und Todesfrucht  überreicht hatte. (Granatapfel oder Feige - Äpfel wuchsen dort noch nicht.) Die Allmächtige Lebensgöttin opferte ihren Heros, um ihm, in ihrem Obstgartenparadies das ewige Leben und die ewige Jugend zu schenken.
(Gott Vater opfert seinen Sohn, um uns allen das ewige Leben zu schenken.....Opfertod- und Auferstehungsmotiv). Den Namen dieser Göttin benutzten semitische Priester später für ihren Gott Jehova (Eva- Jehva =Jehova).
Eva ähnlich galt Hera, die griechische Muttergöttin, als Hüterin des Apfellandes. Dort wächst der Baum des Lebens, bewacht von einer Schlange (Symbol für Tod und Wiedergeburt). Die Göttin schenkt mit der Frucht des heiligen Baumes, des Lebensbaumes, ewiges Leben, Unsterblichkeit und den Königen die Gotteswürde.
 Adam macht sie zum Heros und Partner.
Der Mythos um die Allmacht der Großen Mutter wurde in der Bibel mit tragischen Folgen auf den Kopf gestellt.
Die Allmacht wurde der großen Mutter entwendet und einem Gott-Vater zugeschrieben.
Während im ursprünglichen Mythos der Baum das Geschenk der Göttin darstellt, und das Verspeisen des Apfels den Sterblichen die Pforte zur Unsterblichkeit öffnete, wird  der Baum in der biblischen Version zur tödlichen Falle umfunktioniert und die kindliche Neugier des Menschen wird als Anmaßung diffamiert.
Die allwissende und alles gebärende Mutter und Liebesgöttin Eva wurde zu einem unwissenden, unbeherrscht neugierigen, sündigen Weib umgedichtet, das angeblich zuviel über Leben und Tod wissen wollte. Eva wird fortan ihrem ehemaligen  Partner Adam nicht nur untergeordnet, sie, die Adam ursprünglich die Teilhabe an ihrer Göttlichkeit und der ewigen Jugend schenkte, wird nun aus einem seiner sterblichen Knochen, „seiner" Rippe, als ein Teil von ihm hergestellt. Von nun an gäbe es ohne Adam die Eva nicht. Die Frau ist nun dem Manne untertan.
Die wachende Phallusschlange, das Symbol der Kreativität und Lust, mit der Eva alles Leben gezeugt hat, die zu den Toten in die Unterwelt ging und die sich häutend Symbol, für die Wiedergeburt war, diese Schlange wird zum Prinzip des Bösen, Satan, Herrscher der Hölle und Symbol für Folter und ewigen Tod..
Obwohl Gott der Allwissende alles wissend diese Falle stellt, wird der nun sterblich gemachten ehemaligen Göttin Eva die Schuld zugewiesen. Alles Üble für die Menschheit kommt von nun an von der Frau!
Eine Parallele zu Eva ist die griechische Pandora. Die Büchse der Pandora, gehört längst zu unserem Sprachgebrauch, doch es war ein Übersetzungsfehler, der aus einem „irdenem Gefäß“ eine „Büchse" machte. Ursprünglich war das Gefäß der Pandora ein matriarchales Sexualsymbol, das als „Füllhorn" bzw. als „Kelch" für den unerschöpflichen Schoß der Göttin steht, aus dem Leben, Fruchtbarkeit und Reichtum quillt, denn auch sie war eine Muttergöttin.
Im Patriarchat wird sie zur ersten menschlichen Frau, die aus unbeherrschter Neugier die Büchse öffnet und so alles Böse in die Welt quillt. Tatsächlich stopft Zeus alles Übel der Welt in diese Dose und schenkt sie der Pandora, wissend, dass sie, wie es sich bei einem ordentlichen Geschenk auch gehört, das Gefäß öffnen wird. Und wieder kommt  alles Übel über die Menschheit  durch die Frau!
Dieses Zerrbild der Frau, als Verursacherin aller Plagen und Nöte dieser Welt, wurde durch zahlreiche weitere Verunglimpfungen in der Bibel gefestigt, dennoch tauchte in christlich missionierten Gebieten immer wieder das Problem auf, dass die Muttergöttinnen, wie z.B. Isis, Lilith, Kybele oder Diana „sicherheitshalber“ auch noch angebetet wurden, zur Not auch heimlich. Die waren ja schließlich besonders auf Frauenprobleme spezialisiert. Da also die alten Mythen an dieser Stelle zu stark waren, mussten sich die Zwangsbeglücker etwas einfallen lassen.
Um deren Strategie besser zu verstehen, muss man folgendes noch einmal bedenken.
In der prähistorischen Phase war der Zusammenhang zwischen Zeugung und Mann noch nicht erkannt. Die monogame Verbindung gab es noch nicht. Da schien die Frau von den Göttern geschwängert zu sein. Die Urgöttin war ohne Mann fruchtbar und gebärend. In unzähligen Urmythen sind die Göttinnen jungfräulich  und werden durch sich selbst, den Wind  oder durch Lichtstrahlen geschwängert, ohne ihren jungfräulichen Status zu verlieren. Die griechischen Göttinnen, Hera  und Athene führten den Beinamen  partheneia – jungfräulich, obwohl sie mehrfache Mütter waren. Jungfräulichkeit und Schwangerschaft schlossen sich also nicht aus. Aus der ursprünglichen Annahme, dass die Schwangerschaft ohne Zutun eines Mannes zustande kam, entwickelte sich später die Bezeichnung Jungfrau auch für Frauen, die Mutter wurden, ohne verheiratet zu sein.
Vor diesem Hintergrund verwunderte die Darstellung der Mariengeschichte zunächst einmal niemanden. Sie war eine schwangere Jungfrau, weil sie Josef erst nach  der Empfängnis heiratete. Die Empfängnis durch den Lichtstrahl des heiligen Geistes war vom Prinzip her den Muttermythen entnommen und somit auch nichts Neues.
Der Mythos von der Jungfrau Maria war nur ein Nachklang der Mythen, die an den Ufern des Nils heimisch waren. (Paul Lafargue: Der Mythos von der unbefleckten Empfängnis)
Neu war dieser Zusatz „unbefleckt“. Dennoch, das Phänomen mit den fehlenden Flecken, die bei der irdischen Empfängnis nicht auszuschließen sind, fällt vor dem mythologischen Hintergrund jener Tage zunächst kaum auf. Das daraus später Schmutzkampagnen gegen die Frauen abgeleitet wurden die ebenso wie Maria,  überraschend und ohne Mann schwanger wurden, war ja nicht abzusehen.
Es gibt Anzeichen dafür, dass erst die Einführung der Marienverehrung durch ein Konzil im Jahre 431 die Etablierung des Christentums absicherte. Die Feste zu Ehren der prähellenischen Muttergottheit Rhea, später Hera, wurden von der Katholischen Kirche als Hexensabbate verdammt und Kultstätten ihr zu Ehren wurden zerstört.
Das Bild der Mutter mit dem Kind auf dem Schoß ist in unzähligen Muttermythen zu finden. Maria mit Jesus auf dem Schoß ist aber mit großer Wahrscheinlichkeit die unveränderte Übernahme der Isisdarstellung. Sie war eine überaus populäre Göttin in dieser Zeit. Sie wurde schon in Ägypten verehrt und sitzend mit einem Sohn auf dem Schoß dargestellt. Bis zum dritten Jahrhundert befand sich, unter anderem, in Mainz ein Isistempel. Um 600 wurde der letzte Isistempel in Ägypten geschlossen.
Seit der Menschwerdung vor 200 000 Jahren war die Frau durch ihre sammelnde Tätigkeit mit den Pflanzen und Früchten dieser Erde vertraut. Sie hat auf Grund ihres immensen Wissens die Pflanzenkultivierung begonnen und die Landwirtschaft entwickelt. Sie war logischer Weise auch mit der Wirkungsweise von Pflanzen, Kräutern und Früchten vertraut und konnte sie für heilende Zwecke einsetzen. Halluzinogene hatten sie mit Sicherheit auch entdeckt und entsprechend eingesetzt. Das Wissen über den menschlichen Körper war, für Schwangere, für Gebärende und Stillende, von unschätzbarem Wert. Das Überleben der Horde hing davon ab. So lag es auf der Hand, dass sie nicht nur Priesterinnen, sondern auch Heilerinnen und Hebammen waren, die ihr Wissen von Generation zu Generation weitergaben. Über Jahrtausende waren die Muttergöttinnen Rhea, Hera, Freya und Isis, und wie sie alle hießen auch die Schutzgöttinnen der Heilerinnen und Hebammen. Da sie heilen konnten, sprach man ihnen, wie ihren Göttinnen auch, gewisse Zauberkräfte zu. Diese wissenden Frauen waren sicher, vergleichbar mit heute, recht selbstbewusste Frauen. Und vergleichbar mit heute, machten sie sich, unter den zur Macht strebenden Männern, keine besonders guten Freunde.

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Die Heilerinnen und Hebammen wussten nicht nur wie ein Kind zur Welt kommt, sie wussten auch, wie man es verhindern konnte. Sie besaßen bereits Kenntnisse zur Geburtenkontrolle und damit auch eine gewisse sexuelle Autonomie. Das treibt noch heute den Klerikalen die Schaumbläschen vor den Mund.
Dass Frauen, die sich weder die Butter vom Brot noch die selbstbestimmte Lust nehmen ließen, ihre Sexualität leben zu wollen, dass diese Frauen gegenüber der unbefleckten und keuschen Maria  als „Beschmutzte“ diffamiert werden sollten, hat sich erst allmählich abgezeichnet.
391 wurde der Katholizismus zwar schon zur Staatsreligion und alle so genannten heidnischen Kulte wurden verboten, aber Europa ist groß, die Kirche wurde mächtiger, aber noch konnte sie nicht alles unter ihre Kontrolle bringen, und darum waren die Muttergöttinnen immer noch aktiv, und eine besonders optimistisch gestimmte Vertreterin diese Zunft war die besagte Baubo.
Baubo war die Amme der Erd- und Fruchtbarkeitsgöttin Demeter. Letztgenannte hatte eine Tochter namens Persephone, die sie sehr liebte. Doch Persephone gefiel auch dem Unterweltgott Hades, und so entführte er sie in sein Reich. Demeter war darüber derart verzweifelt und wütend, dass sie auf der Erde nichts mehr wachsen ließ, die Pflanzen verdorrten, und es wurden keine Kinder mehr geboren. Die anderen Götter waren darüber besorgt und versuchten, zwischen Demeter und Hades zu vermitteln. Demeter war sauer. Sie war nicht zu beruhigen und wollte nicht mit sich reden lassen. .....mmhhmm.... woher kennen wir das?...... Sie versuchte an den Brunnen und Quellen mit ihrer Tochter in der Unterwelt Verbindung aufzunehmen. Da kam Baubo. Schon alleine der Anblick dieser Göttin ist  ein Kuriosum. Sie besteht im Grunde nur aus Bauch und angedeuteten Beinen. Der Bauch hat stellvertretend für die Augen zwei Brüste und an Stelle eines Mundes hat sie eine sprechende Vulva. Wenn dieses lustbetonte Wesen dann auch noch auf einer Sau (Symbol für Fruchtbarkeit) daher geritten kommt, müsste man alleine bei dem Anblick schon in Gelächter ausbrechen. Nicht so die Demeter. Um diese aufzuheitern,  tanzte nun Baubo  vor ihr, wackelte mit den Brüsten. Und siehe da, sie entlockte durch diese amüsante Darbietung Demeter ein bescheidenes Lächeln. Jetzt bloß nicht locker lassen! Baubo begann ein paar obszöne Witze zu erzählen. Da sie ja aber keinen Mund hatte, tat sie das mit ihren Schamlippen. Der Anblick einer sprechenden Vagina hat Demeter dermaßen erheitert, dass ihr Trübsinn verflog und sie begann schallend zu lachen. Am Ende dieser Episode handelt die gut gelaunte Demeter mit Hades einen Kompromiss aus. Die Tochter Persephone verbringt von nun immer ein halbes Jahr auf der Erde und so wächst und blüht alles, wenn im Frühjahr die Tochter zur Mutter kommt und wenn sie im Herbst wieder zu ihrem Mann  in die Unterwelt muss, (hört, hört!) wird es kalt und unfreundlich für uns Menschen. Aber die Natur erfährt  jedes Jahr die Wiedergeburt.
Auch Freya die germanische Göttin der Liebe, des Mondes, der Erde, der Unterwelt, der Geburt und des Todes, Himmelskönigin, Gebieterin des Schicksals, der Sterne und der Magie, Herrin der Katzen und Namensgeberin für unseren Freitag, auch sie reitet auf einem Schwein.
 
Baubo trat auch unter dem Namen Jambe in Erscheinung und war dann die Personifizierung des obszönen Gesanges im jambischen Versmaß.
 
rund, weich und froh kommt sie daher
und zeigt dir wippend ihre Brüste
und ihre Vulva lässt dich nimmermehr
frei vom Frondienst deiner Lüste
 
Die japanische Göttin Amaterasu war über ihren randalierenden Bruder derart wütend, dass sie sich in eine Felsenhöhle einschloss, worauf es ewige Nacht im Himmel und auf der Erde wurde. Alle göttlichen Wesen klagten und heckten einen Plan aus, um Amaterasu wieder aus der Höhle zu locken.
Der Beitrag der Kami Amenouzume bestand darin, einen Sakraltanz auszuführen. Dazu stellte sie u.A. einen Trog vor die Höhle, stampfte darauf und tat so, als sei sie besessen von einer göttlichen Inspiration. Nun zog sie die Warzen ihrer Brüste heraus und zog den Saumbund ihres Gewandes bis an die Scham herab.

 Das erschütterte das Gefilde des Hohen Himmels und alle Götter lachten.
Amaterasu hörte dieses Gelächter und die so offen gezeigte Ausgelassenheit, trotz der von ihr verursachten Dunkelheit, machte sie neugierig. Als sie erfuhr, dass der Grund für die Heiterkeit eine neue herrlichere Göttin sei, kam sie aus der Höhle und es wurde wieder hell.
Baubo, Jambe und Amenouzume sind Göttinen des Humors, des herzhaften Lachens und der obszönen Scherze. Sie zeigen den Menschen wie sie, mit Hilfe von frechem Witz ihre Depression und Trauer überwinden können und wieder zu Kraft und Lebenslust finden. Dass sie sich dabei auch selbstironisch zum Gespött machen, vermittelt den Hinweis - nimm dich nicht zu wichtig – lache auch mal mit Freunden zusammen über dich selbst. Vor allem machen sie deutlich, lache isch gsund, gel !
Sheela-na-Gig ist eine keltische Göttin, die aus einem grotesk wirkenden Körper, einem Gesicht mit meist großen offenen Augen und einer überdimensionalen Vulva besteht. Ihre Erscheinung lässt ebenfalls auf urkultische Verbindungen schließen. Sie animiert  unzweifelhaft zum Eindringen, in dem sie meist mit zwei Händen die Schamlippen weit geöffnet auseinander hält.
Noch heute gelten diese in Stein geritzten oder gehauenen Figuren, vor allem Frauen, als beschwörendes oder beschützendes Symbol für Glück und Fruchtbarkeit. Das Hineingreifen mit der Hand, das Reiben am Stein soll hilfreich in vielerlei Angelegenheiten sein.
Man findet sie in England und Irland an Kirchen, in Burgen oder anderen bedeutsamen mittelalterlichen Gebäuden. Sie befinden sich sehr oft an Gebäuden, die mit Frauen in Verbindung standen, wie z.B. Nonnenklöstern in Irland, oder der St Helen-Kirche in Yorkshire. Nur wenige befinden sich an nicht-sakralen Gebäuden.
Der weite Weg von Rom nach Irland könnte ein Grund dafür sein, dass uns diese Symbolfiguren bis heute in aller Stille noch an so vielen Orten erhalten geblieben sind. Es sollen über 140 Darstellungen von Sheela-na-Gigs in Großbritannien und Irland gewesen sein, von denen sich noch ca. 80 an ihrem ursprünglichen Platz befinden. Seit man sie das erste Mal registrierte, sollen über 20 verloren gegangen sein. Die restlichen befinden sich in Museen.
Wann genau die ältesten Darstellungen dieser Art entstanden, ist nicht gesichert.
 
Die Gebäude stammen vor allem aus der Zeit zwischen dem 5. - 11. Jahrhundert. Die Figuren könnten zum Teil älter sein, da sich einige im Material von den tragenden Gebäuden unterscheiden. Sie wurden aber auch im späten Mittelalter noch erstellt. Vermutlich wurde das Motiv noch bis ins 16. Jahrhundert hinein in seiner traditionellen Form verwendet. Erst im 17. und 18. Jahrhundert wurden sie oft entfernt, von ihren gut sichtbaren Plätzen an andere, verstecktere, verfrachtet oder teilweise zerstört. Es gibt einige Sheela-na-Gigs, die zwar bis heute erhalten sind, deren untere Hälfte aber unkenntlich gemacht worden ist...
 
Gegen die Behauptung, dass die Anbringung der Sheela-na-Gigs an Kirchen und ihre, nach mittelalterlichen Normen empfundene Hässlichkeit, darauf verweist, dass sie die weibliche Lust als abscheulich und sündhaft darstellen, spricht u.A. die enorme Ähnlichkeit mit Darstellungen z.B. der Baubo und der Amenouzume und dem gotländischen Bildstein . Die Behauptung, dass die kleinen Skulpturen dazu dienen sollten, den Tod und das Böse fernzuhalten, ist skurriler als die Figuren selbst. Jedem Priester mag der Angstschweiß ausbrechen, wenn er sich mit einer dieser auffordernd geöffnete Muschis konfrontiert sieht, aber weder Tod noch Teufel weichen davor zurück. Gerade zur Zeit der Hexenverbrennungen soll der Teufel doch permanent nach solchen weiblichen Öffnungen gesucht haben, um sich in Teufelsbuhlschaft mit irdischen Schönheiten zu vereinigen. Nein, eine Warnung vor den Sünden des Fleisches war das auf keinen Fall. Hätten sie aber so frommen Zwecken gedient, wäre es unverantwortlich gewesen, sie zu zerstören oder unter großem Aufwand zu entfernen. Da ist für die Kleriker mal wieder etwas ganz dumm gelaufen.
Der Umstand, dass diese frivolen Figuren, die in verschiedenen Ausprägungen seit prähistorischer Zeit verehrt wurden, und im Mittelalter immer noch über den Eingängen oder Tordurchgängen von Gebäuden auftauchen, spricht dafür, dass sie ein bedeutendes Symbol waren, das mit den ursprünglichen religiös-magischen Vorstellungen der dort lebenden Menschen in Verbindung gestanden haben muss. Bis zum Ende der keltisch-frühchristlichen Ära wurden sie aber nur noch selten dargestellt. Dann, in einer Zeit, als die letzten Spuren der alten Göttinnen in ganz Europa von den katholischen Machthabern verdrängt und ausgelöscht werden, tauchen sie in Irland überall wieder auf.
 
Als die Britischen Inseln 1169 von den Normannen erobert wurden, schien die Insel zwar manifest christianisiert zu sein, es soll sich aber um ein eher mystisch ausgerichtetes keltisches Frühchristentum, gehandelt haben, denn  ein Brief des Papstes Adrian IV an Wilhelm den Eroberer autorisierte den Selben sich die Oberhoheit über Irland zu verschaffen, um das dortige Christentum mehr auf die von Rom vorgeschriebene Linie zu bringen. Dieser päpstliche Auftrag wurde erst von seinem Nachfolger umgesetzt, aber verursachte unter Umständen eine Art keltischen (weiblich dominierten?) "Widerstandsgeist", und die Sheela-na-Gig waren ein Symbol dafür.
Sheela-na-Gig hat diese Zeiten überlebt und bleibt eine Erinnerung an die frühere Position von Frauen in der Gesellschaft und das weibliche Selbstverständnis.
Die Muttergöttinnen waren in der Regel auch die Göttinnen des Zaubers. Die Priesterinnen wandten, wie das bei den Schamanen der Naturvölker noch immer zu beobachten ist, Kräutermixturen, Suggestion und Trance als Mittel zur Heilung, zur Erflehung des Guten und zur  Abwendung des Bösen an. Da für all diese Bereiche nun der Vatergott zuständig war, wurden durch den neu entstandenen Klerus die Priesterinnen, die Heilerinnen, die Hebammen sukzessive diffamiert und im wahrsten Sinne des Wortes verteufelt. Die Menschen, die bereits an den neuen Gott glaubten, gingen aber, nach dem Motto sicher ist sicher, lieber zusätzlich noch zu heilkundigen Frauen. Ärgerlich, wenn die Erwartungen nicht erfüllt wurden, oder wenn sich in ihrem Umfeld Unglücksfälle ereigneten, dann kam es, ganz so wie wir das auch heute noch kennen, zur Schuldfrage. Die Heilerin war eine Frau, man denke an Eva und Pandora, und sie war  greifbarer als Gott. Die Folgen waren Schuldzuweisungen, Diffamierungen und zunehmend Denunziation bei Klerus und Obrigkeit.
Schon vor 800 nach Christus wurde Zauberei mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft. Weltlichen Gerichte verhängten in Anlehnung an das römische Recht auch die Todesstrafe. Zauberei galt als Verbrechen.
Das war aber erst der Anfang. Es kamen noch finstere Zeiten, vor allem für die europäischen Frauen.
Die männliche Machtergreifung funktioniert im Grunde immer nach dem gleichen Schema. Papst Innozenz III, Hitler, Stalin, Putin und wie sie sonst noch alle heißen werden, ihr Prinzip bleibt stereotyp. Erst werden die Kritiker in den eigenen Reihen ausgeschaltet. Dann wird die Konkurrenz bzw. die Opposition vernichtet. Danach kann man, umgeben von einem Heer devoter JA-Sager, ohne den geringsten Widerstand jedweden eliminieren, der sich  der gnadenlosen Umsetzung einer Herrscherutopie in den Weg stellt. Mit dem Unterschied, Päpste können sich dabei mehr Zeit lassen. Was der eine nicht schafft, das macht eben ein Nachfolger.

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Es gab von Anfang an bei den Christen unterschiedliche Gruppierungen, die auf Leben und Tod miteinander stritten. Dabei will ich nicht unerwähnt lassen, dass es 843 n.Ch.  schon eine Frau gab (Theodora II.), die in christlich-männlicher Tradition mal eben 100 ooo sogenannte Paulikianer hinrichten ließ, weil sie religiösen Kult, Bilder- und Reliquienverehrung, kirchliche Zeremonien undHierarchien ablehnten.
Das schon 1150 n.Ch. für Ketzer (Irrgläubige, Abweichler) als Strafe die Verbrennung eingeführt wurde, bekam erst später seine entsetzliche Bedeutung.
1077 kriecht Heinrich IV. über die Alpen um sich, auf der Burg Canossa, der Macht des Papstes (GregorVII.) zu unterwerfen. Der konnte mit seiner Vergebungsgeste  vor aller Welt demonstrieren, dass es einem katholischen Papst gleichgültig ist, wer unter ihm den Despoten spielt. Dieses Ereignis war ein psychologischer Meilenstein in der Machtkonsolidierung des Vatikans.
1096 n.Ch. üben die Deutschen schon mal. Im Rahmen des deutschen Kreuzzuges, werden unter anderem in Speyer, Worms und Mainz rund 5.000 Juden ermordet. Anders als im 1000. jährigen Reich stellte sich der eine oder andere Bischof schützend vor die Juden und verhinderte Schlimmeres.
Aber ab 1198 n.Ch. geht es zum ersten Mal richtig zur Sache.
Ein offensichtlich Größenwahnsinniger wird zum Papst gewählt, denn er ist davon überzeugt:
"Der Mensch ist ein elendes und ganz auf die Gnade Gottes angewiesenes Geschöpf, der Papst jedoch ist geringer als Gott, aber größer als der Mensch."
Sein Name, Innozenz III.
Im Jahre 1199 erließ dieser Papst ein Verbot der Bibellektüre bei nicht kirchlichen Zusammenkünften, und den Laien wurde der Besitz von Bibelübersetzungen verboten. Die Bibelauslegung sollte wieder unter katholische Kontrolle gebracht werden. Ein Lehrstück der Geschichte, mit der Zensur beginnt stets die Tyrannei. Ab 1209 n.Ch. wurden zum ersten Mal in großem Stil Christen von Katholiken abgeschlachtet.
Die so genannte Katharer (davon abgeleitet Ketzer) lehnten u.A. das Alte Testament wegen seiner Grausamkeit ab. Für sie begann der  neue Bund mit Gott durch Jesus ganz im Sinne des Wortes. Die überwiegend in Südfrankreich angesiedelte und um Toleranz und relative Beteiligung der Frauen bemühte Gruppe, hatte gegen die Kreuzfahrer von Papst Innozenz III. keine Chance.
Das Gemetzel im Auftrag dieses ganz besonderen Exemplars in der Ahnengalerie katholischer Blutsäufer, dauerte von 1209-1229 n.Ch. Gleich zu Anfang im Jahre 1209 n.Ch.  standen 10ooo Kreuzfahrer vor den Toren Beziers (Südfrankreich) und forderten die Herausgabe der katharischen Mitbürger. Noch während der Verhandlungen wurde die Stadt gestürmt. Auf die Frage, woran die Katharer zu erkennen seien, bekamen die Truppen die Order:
Erschlagt sie alle! Gott wird die Seinen schon erkennen!
Und so floss das Blut der Frauen, Männer und der Kinder durch die Straßen der Stadt die am Ende dem Erdboden gleich gemacht wurde. Es waren wohl um die 20ooo Tote. Der Kreuzzug wurde mit bestialischer Brutalität im Namen Gottes weiter geführt. Der eine Papst starb, der nächste ließ weiter schlachten. Abertausend Tote fielen diesem Machtkampf zum Opfer. Eine der größten Gruppen innerkirchlicher Kritiker war vernichtet. Solch ein Gewaltakt und das war beabsichtigt, disziplinierte auch die übrigen Möchtegern Querdenker in Europa.
Dieser Kampf wurde von den Päpsten, vom katholischen Klerus auf solch unmenschliche Weise geführt, weil die Erhaltung des Alten Testamentes als tragende Säule für die kirchliche, für die katholische Machtentfaltung von absolut elementarer Bedeutung war. Ohne den intoleranten, brutalen und rachsüchtigen Vatergott  des alten Testamentes hätte der tolerante Softi Jesus niemals solche Macht über die Menschen bekommen. Trotz des Konvertiten Paulus sind die femininen Züge der Jesuslegende erkennbar, in der es nicht vorgesehen ist, die Menschen mittels Angst bei der Stange zu halten.  Dass das „Weichei“ Jesus im Koran endgültig an Einfluss verliert, ist ein Verhängnis für uns alle, am verhängnisvollsten ist es aber vor allem für die moslemischen Frauen dieser Welt. Ihre Domestizierung durch den Mann wird im Wesentlichen aus dem alten Testament abgeleitet.
1220 kam es zur Einführung der Inquisitionsgerichte durch Papst Gregor IX. Während der Inquisition ging es  zunächst noch um die Bekämpfung der kirchenkritischen Abweichler. 
1252 Die Einführung der Folter im Inquisitionsprozess durch Papst Innozenz IV. war eine Sternstunde für die Kreativität der Dominikaner (domini canes- Hunde des Herrn) und Franziskaner (Geißel der Ketzer). Spezialisten in Sachen Sadismus deren Ideen noch heute auf SM-Vereinsabenden nachgespielt werden.
Der Theologe Thomas von Aquin lieferte mit dem Satz: Die Annahme des Glaubens ist freiwillig, den angenommenen Glauben beizubehalten notwendig! den theoretischen Unterbau für die mittelalterliche Inquisition. Für getaufte Irrgläubige forderte er die Exkommunikation und die Todesstrafe. Auch er würde heute von jeder Moslemgemeinde mit Kusshand aufgenommen werden, und der Papst weint heimlich des Nachts in die Kissen.
Aber nun war es so weit. Die Macht des Vatikans war konsolidiert. Sie stand über jeder weltlichen Macht. Die Allmacht des Papstes wurde im Grunde indirekt nur noch von den Frauen in Frage gestellt, die nach wie vor überall im Land konsultiert wurden, wenn es darum ging, Dinge zu richten, von denen der Pfarrer als weltfremder Mann keine Ahnung hatte oder bei denen man nach dem Motto , doppelt hält besser, vorging. Hatten diese Frauen Erfolg, dann stellte es die Macht Gottes und damit die der Kirche in Frage. Wenn es ihr nicht gelang, das Unheil abzuwenden, dann .......
Die Mystifizierung durch die Jahrhunderte lange katholische Gehirnwäsche hatte die Menschen in einen paranoiden Zustand versetzt. Das alltägliche Leben war durchdrungen von Sünden und Todsünden. Die Verführung durch den Teufel lauerte hinter jedem Bedürfnis, das uns Menschen innewohnt. Kein normaler Mensch kommt durch den Dschungel des katholischen Sündenkataloges ohne sich nicht mindestens einmal am Tag für die schrecklichen Qualen des Fegefeuers zu qualifizieren. Um für alle Zeit im Tod dem Satan ausgeliefert zu sein, reicht es schon, einen gesunden Sexualtrieb zu besitzen und wehe, dir fehlt darüber hinaus auch noch das heterosexuelle Element. Und die Ängste, die dich in die Arme des Pfarrers treiben, weil nur er dich nach einer Ohrenbeichte von Schuld frei sprechen kann, diese Ängste sind traumatisch. Sie ergreifen Besitz von deiner Seele und deinem Körper.
Und an dieser Stelle schreibe ich nicht aus historischer Sicht. Dies ist das Wissen meiner tief verletzten katholischen Seele. Dies ist die Erinnerung an die devote Dankbarkeit, mit der mich die Worte  ego te absolvo erfüllten, weil sie mich von der Schuld, ein sündiger Mensch zu  sein, befreiten, aber stets nur bis zum nächsten Mal.
Ein katholischer Pfarrer weiß alles über seine Gemeinde, denn alle fürchten die Hölle und wer einen Beichtstuhl von innen kennt, der weiß, dass der, welcher im Dunkeln sitzt, den der aus dem Licht kommt immer erkennt. Von solchen Beichtstühlen träumt jeder Geheimdienst und jeder Diktator.
Nun die Katholische Kirche hatte sie.
 
Durch Krieg, Pest und Hungersnöte vergrößert sich bei derart Getriebenen die Furcht unter den Strafen Gottes leiden zu müssen für begangene Sünden. Bei derart existenziellen Bedrohungsszenarien stellt sich aber auch die Frage, warum lässt Gott das zu? Um mit Gott nicht allzusehr zu hadern, war es erleichternd, einer dunklen Gegenmacht die Verantwortung zuweisen zu können. In dieser wirklich WAHNSINNIGEN Angst, bestärkt durch die sonntäglichen Hetzreden der fundamentalistischen Einpeitscher, glaubten sie dann wirklich vom Teufel und seinen Helfern und seinen Hexen verfolgt zu werden. Die Last der eigenen Schuld ist nicht zu ertragen, darum muss die Beschuldigung eines Dritten für Entlastung sorgen.  Aus diesem Gefühl heraus entwickeln sich Verschwörungstheorien. Ein derart gepeinigter Mensch glaubt wirklich, dass andere beabsichtigen, ihn zu schädigen, zu betrügen oder gar zu töten. Oft kann er dafür auch „Beweise“ präsentieren, die ihm selbst völlig überzeugend scheinen. Diese Überzeugungen sind wahnhaft. Der Betroffene ist durch nichts von ihnen abzubringen. Rationale Argumente und Überzeugungsversuche verstärken das Misstrauen der betroffenen Person nur noch. Wenn diese paranoide Struktur nur einen Menschen erfasst, ist das eben ein individuelles Problem, aber wenn das zu einer Massenpsychose führt, dann wird daraus eine Epidemie, die nur noch schwer zu steuern und kaum aufzuhalten ist.
Die Zeugung mit der Schlange war für die Muttergöttin ein Akt der Lebensfreude und Liebe. Die Schlange wurde aber inzwischen umgeschrieben. Aus der phallischen Schlange wurde längst der Satan konstruiert, der nichts Besseres zu tun hat, als die Menschen von morgens bis abends in Versuchung zu bringen. Das heißt im Wesentlichen, sie geil zu machen. Aus der Göttin versuchten sie schon seit 1400 Jahren das zügellose irdische Weib zu machen, das aus Kräutern Halluzinogene braut, um dann im Rausch mit dem Teufel zu kopulieren. Teufelsbuhlschaft  haben sie  das genannt. Und nun endlich war es ihnen gelungen. 1272 fand die erste Verbrennung einer Hexe in Toulouse statt, nachdem eine Frau in Südfrankreich die so genannte Teufelsbuhlschaft gestand.
Der Dominikaner Heinrich Kramer-Institoris, Dr. der Theologie, wurde auf eigenes Betreiben Inquisitor. Er fand aber mit seiner Theorie von einer Hexensekte in Deutschland wenig Gehör. Er verfasste die sogenannte Hexenbulle. Er beklagte sich beim Papst, über die mangelnde Unterstützung bei der Hexenjagd durch den örtlichen Klerus. Es spricht einiges dafür, dass die erkannten, wes kranken Geistes Kind er ist. Der Papst Innozenz VIII. allerdings kam seiner Bitte nach und unterschrieb 1484 die Bulle Summis desiderantes affectibus.
Gestützt auf die päpstliche Bulle gelang es ihm, zahlreiche Frauen als Hexen zu verbrennen. Als er während eines Prozesses in Innsbruck den Frauen sexistische Fragen stellte, provozierte er damit derart heftigen Protest der „ prüden“ Beisitzer, dass der Prozess abgebrochen wurde und der Bischof ihn des Landes verwies. Eine
Haltung, die bald der Vergangenheit angehören sollte. Sowohl die Unterstellungen als auch die Verfahrensregeln belegen eine krankhaft sexistische Phantasie der prozessführenden Männer. So wurden u.A. die Frauen zu Prozessbeginn entkleidet und am ganzen Körper rasiert. (Damit sie keinen Zauber verstecken konnten.)
Verärgert über den Landesverweis verfasste Heinrich Kramer/Institoris den Hexenhammer. Eine Hetzschrift gegen Heilerinnen, Hebammen, Wahrsagerinnen und sonstige angeblich verdächtige Personen. Den Hebammen galt sein ganz spezieller Hass. Hebammen hatten ihm besonders harte Foltern zu verdanken, denn er unterstellte ihnen, die Neugeborenen dem Teufel zu weihen. Auch, dass Hexen zum Besenreiten eine Art Flugsalbe benötigten, die sie aus dem Fett von Neugeborenen herstellten. Der Tod des Kindes oder der Mutter (bei Geburten damals nicht selten) konnte für die Hebamme somit ebenfalls tödliche  Folgen haben. Seinem mörderischen Pamphlet  setzte Kramer/Institoris die Päpstliche Bulle als Vorwort voraus. Derart autorisiert und durch die neue Buchdruckkunst  endlos multiplizierbar, wurde dieses 1487 veröffentlichte Buch ein mörderischer Bestseller.
 
Ab 1500 beginnt sich die Hexenverbrennung zur lebensbestimmenden Massenhysterie zu entwickeln. Auch Martin Luther und die Protestanten zündeln eifrig mit. Vor allem Johannes Calvin ist ein kaltschnäuziger Hexenhetzer und liefert den humanistischen Theologen, Arzt und Wissenschaftler Michael Servetus, wegen Kezerei den Flammen des Scheiterhaufens aus.

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Die angeblichen Hexen gehörten zunächst zur Unterschicht (Landstreicherinnen, Bettlerinnen und Arme), aber auch rothaarige und außergewöhnlich hübsche Frauen, Heilkundige und Hebammen wurden als Hexen angezeigt. Unverheiratete oder verwitwete Frauen (vor allem mit Kindern) wurden der Hexerei beschuldigt. Nachbarschafts- oder Erbschaftsstreit konnte, begünstigt durch die Anerkennung anonymer Denunziationen, jederzeit auf dem Scheiterhaufen enden. Mit zunehmender Erkenntnis, dass es da etwas zu holen gibt, (die Vermögen der Verbrannten teilten sich Klerus und Obrigkeit ) wurden auch wohlhabende Frauen und Männer ins Feuer gehetzt.
Vor allem hinter jenen Männern, die als Sodomisten verbrannt wurden, lässt sich die bewusste Tötung von Homosexuellen vermuten. Mehr als Andeutungen konnte ich bislang zu dieser Vermutung aber nicht finden.
 
Ein kleines Zeitfenster  von 1625 bis 65 veranschaulicht, dass es alleine in diesen 40 Jahren 49.473 Hexenprozesse in Europa gab.
Davon:
     415 in Schweden und Finnland
     350 in Norwegen
   1000 in Dänemark
       99 in Russland
10.000 in Polen
25.000 in Deutschland
   1000 in Österreich
     800 in Ungarn
   4000 i.d. Schweiz
   4000 in Frankreich
   1000 in Italien
     300 in Spanien
         7 in Portugal
   1500 in England
         2 in Irland
 
Da ist zunächst zweifelsfrei erkennbar: Was immer wir in Deutschland tun, wir tun es richtig! Und wenn wir nur töten, was uns nicht passt.
Bemerkenswert ist auch die Gegenüberstellung der kleinen Schweiz und dem riesigen Russland.
Unübersehbar sind Portugal und Irland.
Besteht in Irland ein Zusammenhang zwischen der immer noch deutlichen Verankerung der Sheela-na-Gig im Volksglauben und der mangelnden Bereitschaft
Frauen als Hexen brennen zu sehen?
Wie kommt die Anzahl in Portugal zustande?
 
Es gibt noch sehr viele unbeantwortete Fragen, die mit der finalen Auslöschung weiblicher Kulte und weiblichen Wissens verbunden sind. Viele Gerichtsakten sind verloren, viele werden jahrhundertelang unter Verschluss gehalten, andere sind bis heute nicht gelesen. Und unübersehbar stellen wir uns heute viele Fragen, für die es in den alten Schriftstücken keine Antwortworten gibt.
 
Historiker nennen Zahlen zwischen 500 000 bis weit über eine Million Hexenopfer. Der Wahnsinn dauerte fast 300 Jahre an und mancher Bischof  fand Gefallen daran, hier und dort auf einen Schlag fast die ganze weibliche Bevölkerung eines Ortes verbrennen zu lassen. 80 % der Ermordeten, darin sind sich die Quellen alle einig, waren Frauen. Der Kirchenkritiker Karlheinz Deschner hat eine Hochrechnung aufgestellt, danach sollen in Europa von 1500 n.Ch. – 1792 n.Ch.  über 9. 000 000 NEUN MILLIONEN überwiegend Frauen dem Hexenwahn zum Opfer gefallen sein.
Auf keinen Fall, schäumen da die Kirchen, es waren nur 100 allerhöchstens 200 Ttausend!
Na, Gott sei Dank, sagt sich da erleichtert der besorgte Betrachter!
Aber, ich war schon auf Demonstrationen, mit 200 000 Teilnehmer, will ich die Erleichterung relativieren, wenn von denen jeder einzelne gebrannt hätte, dann wäre das ganz schön laut geworden und es hätte einen ordentlichen Gestank gegeben. Im Himmel.
Zahlen sollen stimmen ohne Zweifel, aber beide Kirchen setzten ihren menschenverachtenden Kurs fort, wenn sie im hunderttausender Bereich hin und her diskutieren. Und wenn die Protestanten immer noch versuchen, die Hauptschuld den Katholiken in die Schuhe zu schieben, dann ist das, wie ich erst seit heute weiß, eine gelungene, aber umso schändlichere Lügenpropaganda. Beide Kirchen müssten sich für jeden einzelnen Menschen rechtfertigen und um Vergebung bitten, den sie im Namen Gottes so bestialisch gefoltert und gemeuchelt haben.
Immerhin hat 1998 Papst Johannes Paul II den Mut aufgebracht, sich für die Verfehlungen der römisch-katholischen Kirche zu entschuldigen. Er war somit der erste Papst, der sich dafür entschuldigt hat und der einzige überhaupt, der je zugab, dass die Kirche Gräultaten begangen hat.
Die Entschuldigung alleine reicht aber nicht, ebenso dringend müssten sie das Heer von frommen Vorbildern und heiligen Tätern aus der Kirche entfernen. Aufhören müssten sie, all jene zu ehren und frömmelnd zu zitieren, die nicht nur bis zu den Knöcheln  sondern bis zu den Brustwarzen im Blut ihrer Mitbrüder- und Schwestern gewatet sind. Sie müssten ein Monument erstellen, auf dem die Opfer ihre Namen in den Stein geschlagen bekommen, damit sie nie wieder in Vergessenheit geraten.
Und am Rande bemerkt, wer all die Toten zählt, die auf das Konto der christlichen Kirchen gehen, der weiß, dass die Islamisten noch viel zu tun haben, um gleich zu ziehen.
Während Bach an der Kunst der Fuge arbeitete und Goethe mit der Arbeit an seinem Faust begann, brannten in Europa die Hexen.
Goethes Arbeit am Faust war angeregt durch einen Prozess vor dem Inquisitionsgericht, gegen die Kindsmörderin Susanna Margaretha Brandt, die trotz eines brillanten und erstaunlich modernen Verteidigers hingerichtet wurde. Die Hinrichtung der Bedauernswerten stand schon damals in der Kritik und war ein ausgeprägt männlicher Willkürakt.
Von Interesse war der Fall für den frisch promovierten Juristen und Rechtsanwalt Goethe ganz sicher, denn er ließ sich eine Abschrift der Prozessakten zukommen. Dass ihn dieses Schicksal „berührt“ oder gar „erschüttert“ habe, darf getrost dem Verehrungspopanz hinzugefügt werden, denn aus seiner dürftigen Notiz lässt sich das nicht ableiten : „Bald setzte die Untersuchung und Bestrafung die Stadt auf viele Wochen in Unruhe.“!
Die leicht debile  junge Frau wurde als billige Magd benutzt, mit Wein abgefüllt , missbraucht und geschwängert, vom Gericht zur Machtdemonstration benutzt, von einem Abdecker geköpft, von der Öffentlichkeit als Event konsumiert und vom Größten aller Großen als Anregung aufgenommen, um als bedauernswerte Staffage  eines egomanischen Männerduells  in der Weltliteratur zu enden.
Wie wenig ihn ein derartiges Frauenschicksal tatsächlich berührte, stellt er 1783 in Weimar unter Beweis.
Die Kindsmörderin Anna Catharina Höhn stand vor Gericht. Während des Prozesses kamen Zweifel auf, ob es sich beim Opfer überhaupt um eine Lebendgeburt gehandelt hatte.
Der Großherzog Carl August war von der Notwendigkeit der Hinrichtung nicht überzeugt und wollte, auf Grund der vorhandenen Zweifel, diesen Fall zu einer generellen Abschaffung der Todesstrafe nutzen.
Er schaltete sein Geheimes Conseil ein, das aus den Herren Schnauss, Fritsch und Goethe bestand und bat, in der Hoffnung, sie würden ihn bei seinen Modernisierungsbestrebungen unterstützen, um juristischen Rat.

Schnauss war für die Hinrichtung, Fritsch unterstützte Carl Augusts reformatorische Ansichten und war dagegen.
Damit fiel Goethe die Entscheidung zu. Er behauptete aber, seine Kollegen seien einer Meinung und darum habe er sich deren Urteil angeschlossen es: möge räthlicher seyn, die Todesstrafe beyzubehalten !
Diese aktenkundige Lüge des Herrn Geheimrates führte dazu, dass 24 Tage danach Frau Höhn auf einer eigens dafür errichteten „Bühne“, in einer pompösen Hinrichtungsschau geköpft wurde und in ihrem Blut noch stundenlang begafft werden konnte, ehe sie dem Arzt Professor Christian Loder zu Ausstellungszwecken in seinem "anatomischen Theater“ übergeben wurde. Loder seinerseits beschwerte sich:
Ich wünschte aber nur, sie wäre in ihrem Gefängnis nicht so gut genährt worden, so wäre sie zu meinen Demonstrationen brauchbarer!
Noch am Tag der Hinrichtung notiert Goethe, dass ihm die Erziehung des Großherzogs vortrefflich gelungen sei. Später wird er selbstmitleidig behaupten, der Staatdienst habe ihn dazu gezwungen seinen innersten Überzeugungen zuwider zu handeln. Weder seine Staatsdienerlüge noch der Zeitgeist kann den Chefintellektuellen der Deutschen Nation entschuldigen.
Er las in Frankfurt die dezidierte Verteidung der Frau Brand durch den Rechtsanwalt Marcus Augustus Schaaf. Und in Weimar blieb ihm nicht verborgen, dass sein Götz - Verleger Johann Christoph Bode am Tag der Hinrichtung von Frau Höhn Weimar verließ, weil er dem Staatsmord nicht beiwohnen wollte. Also war ein Gegenentwurf zum Zeitgeist bereits überdeutlich in der Welt.
Für diesen durch Goethe aktiv betriebenen Justizmord, der durchaus in der Tradierung der Hexenprozesse zu sehen ist, gibt es keine Entschuldigung. Und einen Freispruch durch die von ihm bemühte Persönlichkeitsspaltung: Ich habe mein politisches und gesellschaftliches Leben ganz von meinem moralischen und poetischen getrennt, erhält er ebenso wenig wie seine Verehrer 150 Jahre später..........Ein furchtbarer Jurist !
Edel sei der Mensch, hilfreich und gut, ist bei demselben Menschen zu lesen und mir scheint, es gibt nur eine Moral in der menschlichen Welt.                Die doppelte.
Hat Goethe, als öffentliche Person und als Staatsmann, sich selbst jede Moral abgesprochen, dann tut er dies, ohne Ross und Reiter zu nennen, eitel wie eine Diva, die sich des entrüsteten Widerspruches sicher sein kann.
acclamatio ....... e re publica est !
Mir bereitet aber auch die Moral des Poeten Kopfschmerzen. Wenn er aus seiner Zeitsicht den Hexentanz beschreibt und wir seine Schilderung mit unseren, im Grimm`schen Sinne geprägten Kinderaugen betrachten, dann erleben wir eine romantisierte Dämonensaga und somit ein anderes, ein gänzlich falsches Bild.
Während Goethe den Hexentanz auf dem Blocksberg beschreibt, mag diese Schilderung für Menschen seiner Bildung und seines gesicherten Standes ein Amüsement mit einem gewissen Gruseleffekt geboten haben.
Es darf dabei aber nicht übersehen werden, dass Goethes Hexengemälde einen immer noch tödlich realen Bestandteil des Weltbildes jener Zeit darstellt. Die Angst vor einer Begegnung mit diesen Hexen saß den Menschen, vor allem den Frauen, tief in den Knochen, denn sie konnte grausam enden. Nicht der Hexen, sonder der Menschen wegen.
Die päpstliche Hexenbulle war noch in Kraft und der volksverhetzende Hexenhammer war noch immer eine anerkannte Prozessgrundlage.
1745 findet in Frankreich eine Hexenhinrichtung statt.
 
1751 wird Anna Schnidenwind in Endingen am Kaiserstuhl hingerichtet.
1756 findet in Landshut eine Hexenhinrichtung statt.
1775 wird in Kempten Anna Schwegelin wegen erwiesener Teufelsbuhlschaft                             als Hexe zum Brennen verurteilt. Das Urteil wurde aber nicht vollstreckt.
1782
wird in der Schweiz einer Frau als Hexe hingerichtet.


1792 wird in Polen eine Frau der Hexerei überführt und ermordet.
 
Diese barbarische Realität findet bei Goethe einfach nicht statt.
 
Auf dem Blocksberg kommt es zur Begegnung mit einer alten Bekannten.       Baubo.                                                                                                                         Die Art, wie sie von Goethe dargestellt wird, lässt nur zwei Schlüsse zu. Entweder die christliche Diffamierungskampagne hat trotz Bildung auch bei Goethe Spuren hinterlassen oder er ist ein Zyniker, der wider besseres Wissen das fundamentalistische Zerrbild genüsslich aufgreift.
Baubos Ritt auf dem Schwein findet unreflektiert zu einer Zeit statt, da sich wohlhabende Bürger verglaste Logen in die Kirchen einbauen lassen, um den Gestank der Bauern nicht riechen zu müssen, die mit ihren Schweinen unter einem Dach leben. Das Schwein und der mit seiner Aufzucht und Verarbeitung beschäftigte Mensch ist, für die Goetheleser und die Theatergänger jener Tage mit Ekel und Krankheit verbunden. Schlimmer ist nur noch eine alte Frau mit dem aufreizenden, üppigen Körper einer jungen Frau, die sich nackt auf ein stinkendes Schwein setzt. Die Assoziation zur Sodomie, die ebenfalls seit Moses den Tod zur Folge hat, ist weder bei Letzterem noch im Hexenhammer noch bei Albrecht Dürer und auch nicht bei Goethe zufällig. Es entspringt 4000 Jahre alten männlichen Sexualfantasien. Albrecht Dürer findet in diesem Zusammenhang deshalb Erwähnung, weil er, als adäquates Genie im bildnerischen Bereich, das sexistische Hexenbild nachfolgender Generationen ganz wesentlich geprägt hat. Die Wurzeln dieser kranken Phantasien sind im alten Testament zu finden.

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(2. MO 17 Du sollst eine Zauberin nicht am Leben lassen. 2. MO18 Jeder, der bei einem Tier liegt, muss getötet werden.  2. MO 22/18). Und was einen Mann oder eine Frau betrifft, in denen sich ein Mediumsgeist oder Geist der Vorhersage findet, sie sollten unweigerlich zu Tode gebracht werden.                                          3. MO 23 Eine Frau soll sich nicht vor ein Vieh hinstellen, damit es sie begattet: es ist eine schändliche Befleckung.)
Die alte Baubo kommt allein,

Sie reitet auf einem Mutterschwein.
So Ehre denn, wem Ehre gebührt!
 
Frau Baubo vor! Und angeführt!
 
Ein tüchtig Schwein und Mutter drauf,
 
Da folgt der ganze Hexenhauf.
Zwar ist sowohl bei der Sau als auch bei der Baubo das ursprüngliche Symbol für Fruchtbarkeit rudimentär erhalten, da ihnen der begriff Mutter noch zugeordnet ist, aber vor dem oben erwähnten Hintergrund  gerät das Bild spätestens dann zu einem zynischen Zerrbild, wenn Goethe der Hexe und dem Schwein eine Ehrerbietung zukommen lässt.
Baubo und das Schwein werden nicht mehr als Muttergöttin und Fruchtbarkeitssymbol geehrt. Sie werden aber auch nicht mehr  als tödliche Waffen der Hölle eingesetzt. Mag ihm das als sein Beitrag gegen den Hexenwahn zu Gute kommen. Dass er aber dieses einst positiv besetzte muttergöttliche Bild der Lächerlichkeit preisgibt, das ist nach 6 Tausendjährigem männlichem Bildersturm der letzte, der intellektuelle Todesstoß.
Danach kommen nur noch, um im Bild zu bleiben, die Gebrüder Grimm als Leichfledderer. Sie sammeln die Reste des einst mächtigen Mutterkultes auf und dichten sie zu romantisch, gruseligen Kindermärchen um.
Wer aber glaubt, damit hat es sich, dem muss ich sagen, weit gefehlt...weit gefehlt!
Auch im weiteren Verlauf mischen Herr Goethe und seine Moral mit.
Der Weg ist breit, der Weg ist lang,
 
Was ist das für ein toller Drang?
 
Die Gabel sticht, der Besen kratzt.
 
Das Kind erstickt, die Mutter platzt.
Hier wird vollkommen unreflektiert eine Abtreibung,  ganz im Sinne des Klerus, als mörderisches Hexenwerk beschrieben. Er scheint die  alttestamentarische Moral zu teilen.
Die Salbe gibt den Hexen Mut,
 
Ein Lumpen ist zum Segel gut,
 
Ein gutes Schiff ist jeder Trog;
 
Der flieget nie, der heut nicht flog
Goethe wusste, dass ein Schweinefuttertrog eine saumäßig dreckige und übel riechende Angelegenheit war, das hat er ganz bewusst eingesetzt, um mitzuteilen, dass die angeblich gewaschenen Hexen, um des Fliegen willens, bereit waren sich nackt in so einen dreckigen Trog zu setzen. Gravierender an diesen Zeilen ist aber der Umstand, dass hier die paranoiden Thesen des Hexenhammers von ihm bedient werden. Der, und das kann nicht oft genug gesagt werden, zum Zeitpunkt, da diese Verse entstanden, immer noch eine lebensbedrohende Prozessgrundlage war, nach der, während der ganzen Entstehungszeit des Faust, Frauen als Hexen angeklagt, gefoltert, verbrannt oder zumindest geköpft wurden.
Laut Hexenhammer kamen Hebammen mit den unreinen Säften in Berührung, was sie anfällig für Dämonen machte. Außerdem war es ihre Pflicht, totgeborene Kinder zu begraben. Das alles wurde als verbindende Indizien gedeutet, denn Hexen waren bekannt dafür, Kinder zu opfern. Hebammen wurden auch häufig beschuldigt, Totgeburten oder Behinderungen absichtlich herbeigeführt zu haben. Die Kinderleichen (das abgetriebene und erstickte Kind) werden zur Herstellung jener Salbe benötigt, die aus den Besen (aus dem Trog) ein geeignetes Fluggerät entstehen ließen.
Aus diesem abstrusen Konglomerat entsteht das Bild der Engelmacherin, das als Verteufelung der Geburtenkontrolle offeriert wurde. Auch hier ganz in der Tradition des Alten Testamentes.
....und der König von Ägypten redete mit den hebräischen Hebammen, von denen die eine Schiphra, die andere Pua hieß,  und er sprach: Wenn ihr die Hebräerinnen entbindet, so seht auf der Stelle nach; wenn es ein Sohn ist, so tötet ihn, ist es aber eine Tochter, so lasst sie leben!  Aber die Hebammen fürchteten Gott und taten nicht, was ihnen der König von Ägypten befohlen hatte, sondern sie ließen die Knaben leben.....Und Gott segnete die Hebammen; das Volk aber vermehrte sich und nahm gewaltig zu.  Und es geschah, weil die Hebammen Gott fürchteten.......und solche die Gott nicht fürchteten und aus Respekt, aus Solidarität und manchmal sicher auch aus Liebe zu den Unterdrückten, als Huren oder als Gebärmaschinen missbrauchten Frauen, die Geburtenkontrolle betrieben, die waren des Todes. Bei Moses gnadenlos und bei Goethe ohne Reflexion der Folgen.
Ich ringe nach Worten, da ich weiß, dass selbst er Blut an den Händen hat. Und wieder wird das der Ehre eines großen  Mannes keinen Abbruch tun, dass ein Mensch durch ihn zu Tode kam und mehr.
Goethe hat den Tod der Baubo besiegelt und dem blutigen Männerwerk ein großes Denkmal gesetzt. Das Bild der Frau, die sich  ihr ungeborenes Kind töten lässt oder das Geborene selbst tötet, um einer egoistischen Freiheit willen, ist von nun an als Gegenentwurf zu der einst Leben spendenden großen Muttergöttin manifestiert.
Die Frauen waren endgültig entmündigt. Das in Goethes Faust angelegte Bild der Engelmacherin war für die nächsten 200 Jahre wirkungsvolles Zuchtmittel gegen die Selbstbestimmung der Frau. Die Heilerinnen waren so gut  wie ausgerottet, die Hebammen eingeschüchtert. Die Konkurrenz der aufkommenden Ärzteschaft war ausgeschaltet. Die Geburtenkontrolle im eisernen Griff der Männer.
Immer bessere Landwirtschaftsmethoden führten zu besseren Ernten, verbesserte Produktionsweisen ermöglichten  effektivere Waffentechnik, und funktionierende Frauen sorgten für geburtenstarke Jahrgänge. Das ganz große, nie da gewesene Schlachten konnte jetzt erst richtig zu beginnen. Die religiösen Rudimente in neue gottlose Ideologien verwurstet, machte den Klerus beim Töten entbehrlich. Noch heute ist keine Summe zu hoch, keine Idee zu pervers, wenn es um die Maximierung des Blutbades geht.
Kein Wesen ist so seelenkrank und  so weltgefährlich wie der Mann.
Auch wenn es einen Fisch gibt, der sich flossenwedelnd in die Lüfte schwingt, so ist es dennoch nicht falsch zu sagen: Fische fliegen nicht.
Und Frauen führen keine Kriege. Frauen vergewaltigen keine Männer und missbrauchen vor allem keine Kinder. Das alles gelingt den Männern seit 6000 Jahren, ob sie Hirten, Priester oder Könige sind. Das ist verbrieft. Sie selbst haben stets das Protokoll des Todes geführt, weil sie sich als Helden fühlten, die in Stein geschrieben ewig scheinen.
Aber wir brauchen zum Überleben ein Protokoll des Lebens.
Jeder Mensch ist zwischen den Beinen einer Frau hervor gekrochen. Es wird Zeit, dass der Ort zwischen den Beinen einer Frau wieder zu etwas Heiligem wird, was er einst war."(Zsuzsanna Budapest)
Die Macht der Mütter ist verloren, aber vielleicht gelingt es den Frauen in tausend kleinen Schritten und dennoch rechtzeitig, die Macht der Väter soweit zu domestizieren, dass die Welt uns nicht um die Ohren fliegt.
 
Ich habe dem Ort,  aus dem wir alle kommen, schon Altäre gewidmet, ehe ich das alles fand, was nun hier steht. Die frei von jeder kulturellen Kontrolle entstandene Urkunst hat mich schon immer fasziniert weil sie ganz unmittelbare Impulse des Lebens darstellt. Sie sind eine Provokation für jeden, der diese Urkraft warum auch immer kontrollieren will. Mein männlicher Impuls hat sie mich überwiegend DESHALB aufgreifen lassen. Ich werde versuchen sie zukünftig DENNOCH zu bearbeiten. Noch scheint es mir sich zu lohnen, eine Brücke zu schlagen zwischen den muttergöttlichen Symbolen der Urzeit und einer neuen Symbolik für gemeinsames Schaffen in einer friedlichen Zukunft. Der Verzicht auf  die Regeln der Doppelmoral wird dabei weiterhin mein Ziel sein, auch wenn mich das immer wieder an die Grenzen meiner Betrachter führt.
 
 
 
 
 
Auf Quellenangaben habe ich verzichtet, denn wer über das, was ich hier schrieb, mehr wissen möchte, kann sich mit jedem Begriff meiner Arbeit ins WWW einloggen. Die größte Bibliothek der Welt steht einem dort zur Verfügung.
 
 
Ich möchte mich bei Anne und bei Dieter bedanken ohne deren Geduld und Hilfe  diese Arbeit nicht gelungen wäre.

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